Wald-Foto out-of-camdirekt aus Kamera

Wenn ich fotografiere, versuche ich natürlich schon direkt dabei als Ergebnis ein möglichst optimales Bild zu erreichen. Da spielen dann z.B. die Belichtung und die Perspektive wichtige Rollen. Auch können ggf. störende Elemente schon vor dem Druck auf den Auslöser entfernt oder geschickt verdeckt werden.

Manchmal reicht all das aber nicht aus und allermeist lässt sich ein auch so schon schönes Foto durch Bildbearbeitung am Computer noch einmal mehr oder weniger aufwerten – wobei das natürlich einerseits Geschmackssache ist und sich andererseits im Einzelfall auch verbietet. So sollen dokumentarische Bilder eben nicht lügen oder etwas vorgaukeln, was nicht ist. Bilder, die einfach nur schön sein sollen, dürfen das aber…

Auch wenn oft genug das Bild out-of-cam, also so, wie es in der Kamera aufgenommen wurde, schon recht gut aussieht, darf man versuchen, einen bestimmten Stil einzuarbeiten – auch wenn es „nur“ dazu dient, das Bild den anderen schon an der Wand vorhandenen anzupassen. Und fast immer ist eine Schwarz-Weiß-Umsetzung eine gute Alternative…

Schwarz-Weiß ist aber nicht gleich Schwarz-Weiß. Die Umsetzung der Farben in Grautöne kann beeinflusst und dem Motiv angepasst werden.

Gerade, wenn man etwas schön Marodes, Altes zeigen möchte, ist oft Bildbearbeitung notwendig, um z.B. Modernes verschwinden zu lassen. Schwarz-Weiß bringt dann noch etwas die Nostalgie eines „alten“ Fotos in den Kopf der Betrachter.

unbearbeitetbearbeitetes Pole-Bild
unbearbeitetunbearbeitet

Natürlich bekommt die Bildbearbeitung gerade da ihre Berechtigung, wo man versuchen will, Bilder extremer zu manipulieren.

Bei Personen-Fotos werden die Meinungen weit auseinander gehen, ob Bildbearbeitung bildförderlich wirkt. Es wird diejenigen geben, die berechtigt fordern, das Bild solle die Person ganz ehrlich zeigen, wie sie ist. Gut. Aber was ist mit den kleinen Pickeln, die genau am Shooting-Tag zu Besuch kommen? Darf man die entfernen, weil sie ja auch normalerweise nicht zu der Person gehören? Und was ist mit den anderen kleinen Dingen, die die aufgenommene Person lieber verstecken möchte? Oder ist sogar erlaubt, noch weiter zu gehen? – Erlaubt ist, was gefällt. Und das sprechen wir gerne ab, damit die Ergebnisse so werden, wie die fotografierte Person sich sehen möchte.

Bei Composings oder Compositings, also bei der Monatge mehrerer Bilder bzw. Bildteile verschiedener Bilder, kann es sein, dass kein Pixel auf dem anderen bleibt. Eingesetzt werden solche Techniken zum Beispiel, um Personen bildlich an ganz andere Orte zu versetzen. Erlaubt ist, was Spaß macht!

Man kann Fotos schon lange nicht mehr trauen…und Filmen ja auch nicht…

Studioim Studio
im StudioComposing

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Photoshop macht Flüüüüüügel…